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24 March 2011

Chinese Wedding

Letzten Freitag war ich auf der Hochzeit eines Freundes eingeladen, das war auch spannend. Auch wenn ich nicht soo sehr viele Hochzeiten bis jetzt besucht hab, ist diese jedoch sehr anders gewesen.
Traditionell bringt man als Geschenk hong bao mit, das sind kleine rote Umschlaege mit Geld drin (die gleichen werden auch am Chinese New Year verschenkt). Am Empfang wird dann penibel getrennt, ob jetzt die Braut oder der Braeutigam ein hong bau erhaelt. Am Ende geht dann entweder alles an die Eltern oder es wird fuer die Ausgaben verwendet oder so.
Wedding Dinner war hochformel mit 9 Gaengen in einem Country club angesetzt. Ich sag euch, das war ein Hammer Essen - mich hats schier umgehaun :)


Das Abendgeschehen ist durchgeplant und alles - so heisst es - hoch traditionell: Alle setzen sich an die Tische, das Brautpaar laeuft ein, alle aplaudieren und stehen auf. Das Brautpaar geht zur Buehne und, unter ernormen Blitzlichtgewitter,  tut so als wuerde es den uebertrieben riesigen Hochzeitskuchen anschneiden. Danach wird sich gesetzt und es werden die ersten Gaenge gegessen. Dann verlaesst das Brautpaar unter Applaus den Saal und kommt kurz danach in Abendgarderobe zurueck. Wieder auf die Buehne und diesmal wird eine Sektpyramide eingeschenkt - alle nahen Verwandten gehn ebenfalls on Stage und es wird dreimal kraeftig "yaaaaaam seng" geschrien - das ist der chinese wedding toast. Sehr lustig, weil das wird wirklich aus vollem Leib geschschrien. Danach wird weitergegessen und das Brautpaar laeft rum und macht mit jedem Tisch Fotos (kann ich hoffentlich noch nachreichen). Wenn der letzte Gang vertilgt ist, verlassen die Leute fluchtartig das Geschehen.^^Und ich dachte jetzt geht der gemuetlich Teil los, dabei war schon wieder alles vorbei ;) Die Afterparty ist dann denn close relatives und freunden gewidmet.

Yaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaam
Seeeeeeeeeeeeeeeeeeng :)

23 March 2011

Pulau Ubin und Mountainbiketrips

Hossa! Schon lange nichts mehr von mir hoeren lassen... :) Die letzten Wochen vergehen dermaßen im Flug, dass ich kaum hinterher komm. Einen Ausflug nach Pulau Ubin hab ich mir allerdings nochmal gegönnt, da ich den Mountainbikepark noch nicht so richtig auschecken konnte (nicht genügend Zeit das letze mal). Pulau Ubin lebt quasi noch im Steinzeitalter verglichen zum Reist von Singapur. Waehrend man fast ueberall im SG Wifi umsonst kriegt, gibts auf Pulau Ubin nicht mal Strom und fliesendes Wasser^^ Dafuer gibts Bananen, Palmen, Mangrovensuempfe, primaeren Regenwald ... und wilde Affen :) Ein kleiner Vorgeschmack auf den Dschungel, der in Malaysia wartet. Fuer den Mtb-park haben wir direkt 3 Stunden gebraucht und waren fix und fertig danach.
links: Booncai, rechts me, unten total kaputt^^


23 February 2011

Reclaiming Singapore

Letzten Freitag war ich hochinteressanterweise bei einem Solarzellenwaferhersteller, der sich auf reclaimed land niedergelassen hat. Bei der Anfahrt wurde der Unterschied zur restlichen Insel schon deutlich, sah schon fast wie im Amiland aus^^. Kerzengerade Strassen, alles total eben... Tatsaechlich ist Singapur seit 1960 (damals ca 580 km^2) bereits um 20% durch Landgewinnungsprojekte rund um die Insel gewachsen. Bis 2030 sollen es sogar 25% sein, das dann aber auch das Limit darstellen wird. Zum einen weil dann die Wassertiefe ringsherum so tief ist, dass das ganze nicht mehr funktioniert und zum anderen weil Indonesien und Malaysia eh schon auf den Barrikaden stehen.
Die wenigen Huegel, die Singapur frueher mal hatte wurden schon komplett abgetragen (bis auf ein paar wenige). Der restliche Sand kommt hauptsaechlich aus Indonesien, bzw den indonesischen Inseln vor Singapur. Die meiste Landgwinnung passiert im Westen (Tuas) und ist hauptsaechlich fuer die Industrie gedacht. Zudem wurde aber auch der East Coast Park, der sich auf einer Laenge von 5 oder 6 km an der Ostkueste erstreckt, das Flughafengelaende und die tolle Insel Sentosa kuenstlich aufgeschuettet.


East Coast Park. Neben Sentosa der naechstbeste Strand aber trotzdem nicht wirklich einladend, da auch hier die Tanker direkt vor der Haustuer stehen^^ Aber zum kurzzeitigen Entspannen alle mal tauglich :) Hauptsache Palmen...

21 February 2011

Fuer alle Freunde der Kunst

Meine Familie wird hiermit wohl nicht soviel anfangen koennen, aber ich weiss da gibt es welche, die Liebhaber der schnellen Gitarrenmusik, die koennte das interessieren :)

Deftones war der Hammer kann ich euch sagen. Kleines Set-Up nur, da es noch weiter durch SE-Asia geht, vllt Tausend Zuschauer aber fetzige Stimmung. Open-Air, nachts bei tropischen Temperaturen und eine Playlist, die einen umhaut - wirklich alles dabei durch alle Alben mit Back to School, My Own Summer, Change in the House of Flies, Needles and Pins, Hole in the Earth, Knife Party, Korea + neues Album... und die Kroenung zum Schluss mit Passenger (Muhaha^^).








Ich weiss nicht wie oft ich mein Tshirt ausgewrungen hab, sicher 3 mal oder so, aber da ging es keinem besser - schon gar nicht denen On Stage^^ Wetter ist einfach zu abnormal fuer sowas, aber goil :)

13 February 2011

Chinese New Year

xi-nian kuai-le! (Happy New Year!)
So jetzt hab ich zum dritten Mal ein neues Jahr gefeiert seitdem ich hier bin. Deepavali war eine Art neues Jahr fuer die Inder, unser neues Jahr und jetzt das der Chinesen ;) Basiert auf dem Mondkalender der Chinesen, in dem Jedes Jahr einen Tiernamen bekommt. Das neue Jahr heisst Year of the rabbit :) Das kann ja nur gut werden! Aber CNY ist schon ne andere Kategorie muss man sagen. Hat am 3.2. angefangen und dauert satte 15 Tage! Aber die braucht man auch bei der Fuelle an Traditionen, Pflichten, Festlichkeiten von denen ich auch sicher nur einen kleinen Teil erlebt hab...  Hier ein paar Ausschnitte:
- vor CNY wird alles blitz blank geputzt, boese Geister wegputzen
- waehrend CNY um Himmels Willen nicht mehr putzen, sonst wischt man die guten Geister weg
- ueberall werden rote Girlanden, Figuren, Baloons, schriftzuege aufgehaegt - wichtig: alles ist rot oder gold
- man schenkt sich gegenseitig 2 sog. mandarin oranges (auf gar keinen Fall 3 oder 1, weil ungerade Zahlen Pech bringen), dh die ganze Stadt ist voller Orangen, jeder kauft oder verkauft sie ;)
- fuer die ersten zwei Tage hatten wirklich alle Geschaefte in SG geschlossen (die von Chinesen gefuehrt werden) - dh singapur war zum ersten mal ruhig sogar fast ausgestorben...
- es werden Lion Dances aufgefuehrt. Das sind 2 Menschen in einem Loewenkostuem, die zu Trommeln einen Tanz auffuehren. Hintergrund ist auch hier um boese Geister zu vertreiben. So treten die Loewen in Wohngegenenden auf, machen Hausbesuche, in Cafes, Shopping Malls, einfach ueberall. Teilweise sehr akrobatisch und atemberaubend. War auf einer competition, bei der die Loewen ihren Tanz auf Stelzen auffuehren, schaut sau gefaehrlich aus. Die Trommeln gehn aber einem nach einer Zeit sehr auf die Nerven^^
Hier gibts mehr Bilder von der competition.


















- in den Wohngegenden wird haufenweise Papier verbrannt, ratet warum - um boese Geister zu vertreiben.^^
- man schenkt sich auch gegenseitig die hong bao. da sind so rote kleine paeckchen mit geld drin.
- prinzipiell hat jeder einzelne Tag der CNY period seine eigene Bedeutung mit eigenen Traditionen. An bestimmten Tagen besucht man seine Verwandten, an anderen auf gar keinen Fall, roher Fisch wird am 7.Tag gegessen, am 5. Tag gibts dumplings - die werden dann auch mal ins Meer geschmissen um irgendeinen Geist zu huldigen oder so, ansonsten gibts noch Firecracker noch und noecher, Paraden, Taenze und Maerkte...


In dem Sinne:

GONG XI FA CAI! =)

31 January 2011

Asian Moshpits

 

Uh yeah! Waer haette gedacht, dass es in Singapur auch geile Metalkonzerte gibt, aber ja es gibt sie :) Durch Zufall bei einem Arbeitskollegen im Auto mitgefahren und festgestellt, dass sich unser Musikgeschmack seeehr aehnelt. Da war es keine grosse Frage mehr, ob wir da hin gehn! Den Preis darf man sich leider nicht so genau anschaun, mit europaeischen Verhaeltnissen hat das nichts zu tun.^^ Nehmt euch in Acht Singaporians, wenn der Angry-Angmo die Moshpits stuermt :-P

30 January 2011

Kumar

Letztes Wochenende gings ins Holland Village, Stand-up Comedy anguckn. Klingt erstmal recht harmlos, mir wurde auch nicht verraten WAS fuer ein Comedian sein oder ihr (oder beides??) Bestes geben wird. Als dann aber zu Beginn der Show eine uebertrieben geschminkte, seeehr voluminöse Frau (war es wirklich eine Frau?^^) angefangen hat grotesk zu tanzen und zu singen, hab ich mir schon gedacht, dass das keine gewöhnliche Comedyshow wird. In der Tat bin ich hier in der Show des beruehmten Kumars gelandet, Dragqueen und allseits bekannt als homosexueller Inder. Der (ich bleib trotzdem beim maennlichen Artikel^^) kam danach auf die Buehne und hat mit reihenweisen dreckigen Witzen die komplette Singapurische Kulturenvielfalt aufs Korn genommen - keiner wurde ausgenommen. Auch der einzige Angmo (Bezeichnung fuer Leute wie ich), der im Puplikum saß, wurde mit dem Spruch: "It has been a long time since I had a german sausage..." verarscht. Bin ganz schoen erschrocken als aufeinmal ich herausgepickt worden bin ;)

War ne super Show und ich hab mich teilweise echt kringelig gelacht, weil mir viele Sachen, ueber die er sich lustig gemacht hat auch schon aufgefallen sind. Gesprochen hat er meistens in singlish, was ich allein schon extrem lustig finde. Ueberrascht hat mich aber schon, wie die doch sehr konsevative asiatische Kultur so eine Person verkraftet, zumal Homosexualitaet in SG immernoch illegal ist! Aber es muss ja immer Rebellen geben.